Spyri: Heidi
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Spyri: Heidi
Heidi – ein Name, der Generationen bewegt hat. Doch in vielen modernen Ausgaben ist die tiefste Ebene der Geschichte verloren gegangen: die klare, kindlich- einfache Beziehung zu Gott, die Johanna Spyri so liebevoll in jedes Kapitel einwob.
Diese überarbeitete Fassung bringt das Herz der ursprünglichen Heidi-Erzählung zurück – sprachlich behutsam modernisiert, aber inhaltlich treu zum Original. Sie zeigt das Mädchen Heidi, das in den Bergen lernt, Gott zu vertrauen, Trost im Gebet zu finden und seine Fürsorge in allen Lebenslagen zu erfahren.
Ein wertvolles Buch für Kinder, Familien und alle, die spüren möchten, warum Heidi einst mehr war als eine schöne Geschichte – nämlich ein lebendiges Zeugnis von Glauben, Hoffnung und Liebe.
Ergänzung der Betanien Verlag Redaktion:
Die christliche Prägung von „Heidi“
Dass Glaube und Gottvertrauen in Heidi eine so wichtige Rolle spielen, ist kein Zufall. Die Schweizer Schriftstellerin Johanna Spyri (1827–1901) gehörte der evangelisch-reformierten Kirche an und wuchs in einem deutlich christlich und pietistisch geprägten Elternhaus auf. Ihre Mutter Meta Heusser-Schweizer war eine bekannte christliche Dichterin und Kirchenliedautorin. Diese reformiert-pietistische Prägung ist auch in Spyris berühmtestem Werk unverkennbar.
Dabei ist Heidi kein theologisches Lehrbuch. Der christliche Glaube ist vielmehr ganz selbstverständlich in die Handlung eingewoben (wenngleich der Name Jesus leider nicht erwähnt wird). Heidi lernt, mit ihren Sorgen zu Gott zu gehen, im Gebet auf ihn zu vertrauen und auch dann an seiner Güte festzuhalten, wenn er ihre Wünsche nicht sofort erfüllt. Gerade während ihres schweren Heimwehs in Frankfurt muss sie lernen, dass Gottes Wege anders sein können als unsere eigenen – und dass er dennoch hört und für seine Kinder sorgt. Später erkennt Heidi rückblickend, dass Gott ihre Wege besser geführt hat, als sie es selbst hätte planen können.
Besonders eindrücklich zeigt sich die christliche Botschaft in der Geschichte des Alm-Öhi. Heidis Großvater hat sich von Gott und den Menschen zurückgezogen und glaubt schließlich, für ihn gebe es keinen Weg zurück. Heidi hält ihm die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn aus Lukas 15 entgegen. Der Großvater erkennt sich darin selbst wieder. Es kommt zu Sündenerkenntnis und Umkehr: Mit den Worten des verlorenen Sohnes bekennt er seine Schuld vor Gott. Seine innere Umkehr bleibt nicht folgenlos – er versöhnt sich wieder mit den Menschen und kehrt nach langer Zeit auch in die kirchliche Gemeinschaft zurück.
So gehören Gebet, Gottes Vorsehung, Sündenerkenntnis, Umkehr, Vergebung, Dankbarkeit und Versöhnung zu den tragenden Motiven der ursprünglichen Heidi-Erzählung. Gerade diese religiöse Dimension ist in manchen späteren Bearbeitungen und Verfilmungen stark zurückgetreten. Wer zum Original zurückkehrt, entdeckt deshalb hinter der vertrauten Geschichte von Bergen, Heimat und Freundschaft noch eine weitere Ebene: eine von Johanna Spyris reformiertem Glaubenshintergrund geprägte Erzählung über das Vertrauen auf Gott und die Möglichkeit der Umkehr und Versöhnung.

CMV
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