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Loftis: Das Haus der Zuflucht
Eine Romanbiografie über Corrie ten Boom
Als der Zweite Weltkrieg die Niederlande erreicht, steht Corrie ten Boom vor einer Entscheidung, die ihr Leben für immer verändern wird. Während jüdische Freunde spurlos verschwinden und Angst sich in den Straßen ausbreitet, weigert sie sich, tatenlos zuzusehen. Mutig öffnet sie ihr Haus - und ihr Herz - für die Verfolgten.
In einem unscheinbaren Geheimraum hinter ihrem Schlafzimmer findet eine wachsende Zahl jüdischer Flüchtlinge Zuflucht. Nacht für Nacht riskiert Corrie ihre Freiheit und ihr Leben, um sie zu versorgen und zu schützen. Immer wieder entgeht sie nur knapp der Verhaftung … bis zu dem Tag, an dem ihr Mut sie alles kostet.
Doch selbst in der Finsternis von Gefängnis und Konzentrationslager verliert Corrie nie die Hoffnung. Getragen vom tiefen Vertrauen auf Gottes Nähe wird aus einer mutigen Frau eine unerschütterliche Zeugin des Glaubens. Später reist sie um die ganze Welt, erzählt ihre Geschichte, verkündet Vergebung - und berührt Millionen.

SCM Hänssler
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1 Bewertung
21. September 2026 12:34
intensiv und lesenswert
Dies ist die eindrückliche Geschichte einer besonderen Frau, die allen Menschen Vergebung lehren könnte.
Genau deshalb war ich neugierig auf diese Romanbiografie und habe sie zügig durchgelesen. Interessanterweise gab es neben ihrer Geschichte auch noch Abschnitte, in denen Anne Franks und Audrey Hepburns Erlebnisse eingeschoben wurden, um die Geschichte wohl etwas abzurunden.
Mich persönlich hat das allerdings gestört und ich frage mich, warum vor allem Anne Frank in so viele Romane mit eingebunden wird, obwohl es keine Verbindung gibt. Corrie und Betsies Geschichte hat es nämlich definitiv nicht gebraucht.
Nichtsdestotrotz war es angenehm, diesen Roman zu lesen. Er ist detailliert, und reich an Informationen zum politischen Geschehen in den Niederlanden, sowie in Deutschland. Für mich zog es sich dadurch leider auch an manchen Stellen. Zusätzlich gibt es mehrere Fußnoten, die weitere Erklärungen bieten und den Roman ergänzen.
Der Schreibstil ist eher nüchtern, ruhig und doch lebendig und anschaulich. Einzig an Emotionen hätte ich gern noch etwas mehr gehabt. Allerdings stellte sich mir auch die Frage, ob dieses Buch dann noch erträglich gewesen wäre. Die Schwere, die Spannung und die alles beherrschende Angst vor Entdeckung waren auch so schon kaum auszuhalten.
Bereichert wird das Buch durch mehrere Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Corrie, Betsie und ihren Anvertrauten, die man näher kennenlernt. Zum Abschluss des Buches erfährt man auch etwas über den weiteren Werdegang dieser Menschen nach der Entdeckung durch die Gestapo.
Authentisch, intensiv und erschütternd erzählt dieses Buch Corrie und Betsies Leben. Doch es macht sie nicht zu Heiligen, sondern zeigt auch ihre Schwächen. Trotzdem sind beide Frauen zu bewundern und vor allem Betsie gehört mein allergrößter Respekt. Sie steht ein wenig im Schatten ihrer Schwester, doch sie ist eine Heldin.
Der Glaube dieser beiden Frauen hat mich nachhaltig beeindruckt und demütig zurückgelassen.
"Das Haus der Zuflucht" ist ein Buch für jeden, der Glaubenshelden kennenlernen und begleiten möchte, sowie für Menschen, die mehr über den Widerstand in den Niederlanden erfahren möchten.











